Veranstaltung vom 3.5.05
Übung zum BildERleben
Den Teilnehmern wurde ein kurzer Text Satz für Satz diktiert. Dieser durfte jedoch nicht in Worten mitgeschrieben, sondern musste in Bildern ‚mitgemalt’ werden.
Die Überführung von einem Wort zu einem inneren Bild (und von innerem Bild zu einem äußeren, gemalten Bild) zeigt unter anderem die Intensität der Hemisphärentätigkeit.
Ein mögliches Modell ordnet der linken Gehirnhälfte die sprachliche und der rechten Hemisphäre die gestaltende Fähigkeit zu.
BilderLeben
Das Gehirn aktiviert die neuronalen Netze, die für eine entsprechende Wort-Bildverknüpfung zuständig sind. Bilder erscheinen geistig, werden also ‚lebendig’ (BilderLeben).
Die Teilnehmer sollten anschließend das vorlesen, was auf dem Papier ‚stand’.
BildERleben
Die (Rück)-Überführung des selbst gemalten Bildes in Worte zeigt die Fähigkeit, Bilder zu erleben, dass heißt auch, sie versprachlichen zu können. Offensichtlich wird die Mehrdeutigkeit der Bilder und Symbole. Aus „nach einem Augenblick des Schweigens“ (Originaltext) wird: „es war ein Moment der Sprachlosigkeit“ (‚vorgelesenes’ Bild).
Deutlich wird, dass die selben neuronalen Netze aktiviert werden: Eines, das zuständig ist für Begriffe wie „Augenblick und Moment“ und eines für „Sprachlosigkeit und Schweigen“.
Die erfolgreiche Zusammenarbeit von rechter und linker Hemisphäre zeigt sich durch problemlose Bild-Wortzuordnung. Diese lässt sich durch wiederholte Übung trainieren.
Vereinfacht: (Links: Ordnung, Versprachlichung
Rechts: Gestaltung, Phantasie)
Durch diese Übung kann man auch seine ureigenen Strategien (und damit sich selbst!) besser kennen lernen! Es gibt verschiedene Denkstrategien, von denen bei jedem Menschen, zumindest zeitweise, eine dominiert. Einige Strategien habe ich unter „Sprachspuren 1“ vorgestellt (LINK rechts).
Eine Teilnehmerin „bündelte“ beispielsweise die einzelnen Sätze zu einem Gesamtbild, andere gingen linear vor (Bild für Bild – Wort für Wort). Wenn man das Vorgehen des eigenen Gehirns und das Vorgehen ‚fremder’ Gehirne kennt und erfährt, versteht man leichter, warum Kinder im Unterricht verschiedene Lernwege gehen müssen.
Durch die Übung kann die jeweilige Denkstrategie sinnlich wahrgenommen werden, da sie ja auf dem Papier steht. Die geistige Wahrnehmung (mit dem inneren Auge) der Arbeit des Gehirns, nennt man Introspektion (Selbstbeobachtung).
Den Teilnehmern wurde ein kurzer Text Satz für Satz diktiert. Dieser durfte jedoch nicht in Worten mitgeschrieben, sondern musste in Bildern ‚mitgemalt’ werden.
Die Überführung von einem Wort zu einem inneren Bild (und von innerem Bild zu einem äußeren, gemalten Bild) zeigt unter anderem die Intensität der Hemisphärentätigkeit.
Ein mögliches Modell ordnet der linken Gehirnhälfte die sprachliche und der rechten Hemisphäre die gestaltende Fähigkeit zu.
BilderLeben
Das Gehirn aktiviert die neuronalen Netze, die für eine entsprechende Wort-Bildverknüpfung zuständig sind. Bilder erscheinen geistig, werden also ‚lebendig’ (BilderLeben).
Die Teilnehmer sollten anschließend das vorlesen, was auf dem Papier ‚stand’.
BildERleben
Die (Rück)-Überführung des selbst gemalten Bildes in Worte zeigt die Fähigkeit, Bilder zu erleben, dass heißt auch, sie versprachlichen zu können. Offensichtlich wird die Mehrdeutigkeit der Bilder und Symbole. Aus „nach einem Augenblick des Schweigens“ (Originaltext) wird: „es war ein Moment der Sprachlosigkeit“ (‚vorgelesenes’ Bild).
Deutlich wird, dass die selben neuronalen Netze aktiviert werden: Eines, das zuständig ist für Begriffe wie „Augenblick und Moment“ und eines für „Sprachlosigkeit und Schweigen“.
Die erfolgreiche Zusammenarbeit von rechter und linker Hemisphäre zeigt sich durch problemlose Bild-Wortzuordnung. Diese lässt sich durch wiederholte Übung trainieren.
Vereinfacht: (Links: Ordnung, Versprachlichung
Rechts: Gestaltung, Phantasie)
Durch diese Übung kann man auch seine ureigenen Strategien (und damit sich selbst!) besser kennen lernen! Es gibt verschiedene Denkstrategien, von denen bei jedem Menschen, zumindest zeitweise, eine dominiert. Einige Strategien habe ich unter „Sprachspuren 1“ vorgestellt (LINK rechts).
Eine Teilnehmerin „bündelte“ beispielsweise die einzelnen Sätze zu einem Gesamtbild, andere gingen linear vor (Bild für Bild – Wort für Wort). Wenn man das Vorgehen des eigenen Gehirns und das Vorgehen ‚fremder’ Gehirne kennt und erfährt, versteht man leichter, warum Kinder im Unterricht verschiedene Lernwege gehen müssen.
Durch die Übung kann die jeweilige Denkstrategie sinnlich wahrgenommen werden, da sie ja auf dem Papier steht. Die geistige Wahrnehmung (mit dem inneren Auge) der Arbeit des Gehirns, nennt man Introspektion (Selbstbeobachtung).
rahelrath - 4. Mai, 19:09
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